Schulpartnerschaft mit Taicang

Hubert-Sternberg-Schule unterzeichnet Partnerschaftsvertrag mit chinesischer Berufsschule in Taicang

Im Beisein von Landrat Dallinger und Amtsleiter Haffner unterzeichnete Schulleiter Jürgen Becker und Schulleiter Zhou Xinyuan einen Partnerschaftsvertrag über die Zusammenarbeit in der Dualen Berufsausbildung im Rathaus von Taicang. Unter dem Motto „ Voneinander lernen – wir tun es“ wurde vereinbart durch gegenseitigen Lehrer und Schüleraustausch beide Schulsysteme und Kulturen kennen zu lernen und damit zum Verständnis zwischen beiden Völkern und zum Zusammenwachsen zwischen Asien und Europa beizutragen. Im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung überreichte die deutsche Delegation den anwesenden Honoratioren einen Gruß vom Winzerkeller Wiesloch.

Taicang, mit nahezu einer Million Einwohnern liegt in der Provinz Jiangsu etwa 60 km NW von Shanghai und wird als deutsche Stadt bezeichnet.
Die gut entwickelte Infrastruktur sowie die günstige Lage im Jangtse-Delta locken Investoren aus der ganzen Welt. Das erste Werk in Taicang baute die Schramberger Firma Kern-Liebers im Jahre 1993. Inzwischen haben sich etwa 150 namhafte deutsche Unternehmen in Taicang niedergelassen.

Um dem enormen Bedarf an Fachkräften gerecht zu werden, beschloss im Jahre 2001 das Land Baden-Württemberg und China die deutsche, duale Berufsausbildung, d.h. die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb, einzuführen.

Am 1. September 2001 wurde durch dre Zusammenarbeit der Wirtschaftsorganisation TEDA, der Berufsschule Jiangsu Taicang Secondary Vocational School, Kern-Liebers und Dübelhersteller Fischer das erste deutsche Ausbildungszentrum DAWT (Deutsches Ausbildungszentrum für Werkzeugmechaniker Taicang) gegründet. Mit Unterstützung des Senior-Beraters Peter von Westernhagen und dem Ausbildungsleiter Yang Weiguo, hat das DAWT inzwischen das berufliche Ausbildungsniveau in Taicang wesentlich verbessert und dadurch die Entwicklung und das Wachstum der deutschen Unternehmen sehr erfolgreich unterstützt. Die Berufliche Ausbildung durch das DAWT und der Berufsschule wird als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen angesehen. Inzwischen haben sich viele Zentren mit dualer Ausbildung in ganz China gebildet, da die fachlich qualifizierten jungen Leute bei den deutschen Firmen sehr begehrt sind.

Die Jiangsu Taicang Secondary Vocational Education Center (JTVEC) wurde im Jahre 1984 gegründet und gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Vorzeigeschulen in China. In den verschiedenen Schularten werden insgesamt 3500 Schüler von 170 Lehrern unterrichtet. Mit Abteilungen für Metalltechnik, Elektrotechnik, Informatik, Fahrzeugtechnik und Wirtschaft und Handel hat sie ein ähnliches Ausbildungsprofil wie die Hubert-Sternberg-Schule. In den letzten Jahren arbeitet die Schule verstärkt mit verschiedenen Partnern zusammen. Als erste Berufsschule in China hat sie mit der AHK-Shanghai (entspricht der deutschen Industrie und Handelskammer) die berufliche Qualifikation der Meisterausbildung hervorgebracht. In Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen wurden Kooperationen zur gemeinsamen Beschulung im dualen System geschlossen und in einigen Schulfächern umgesetzt. Inzwischen hat die Schule schon zahlreiche Facharbeiter und Manager für die deutschen Firmen in Taicang ausgebildet um der ständigen Nachfrage nach qualifizierten Facharbeitern gerecht zu werden.