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WIESLOCH (hi) – Statt einer gemeinsamen, großen Abschlussfeier für alle Auszubildenden der Hubert-Sternberg-Schule gab es in diesem Jahr viele kleine: Die Abschlussklassen in jedem Ausbildungsberuf wurden zur Zeugnisausgabe einzeln in die Aula des Schulzentrums eingeladen, damit der im Hygienekonzept festgelegte Mindestabstand eingehalten werden konnte.

Und so fiel es fast nicht auf, dass in diesem Jahr eine sehr große Zahl an jungen Damen und Herren ihre schulische Laufbahn mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen haben. 24 der 191 Prüflinge erhielten einen Preis für hervorragende Leistungen, acht erhielten ein Lob. Die drei Schulbesten waren dabei die Fachinformatiker für Systemintegration Tim Lulay (SAS Institute GmbH; Note 1,0) sowie Paul Viereckl (Uniklinikum Heidelberg; Note 1,1) und der Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Benjamin Hägenläuer (SAP SE; Note 1,1).

Schulleiter Klaus Heeger nahm die Maskenpflicht zum Anlass für seine Abschlussrede. Er merkte an, dass im Prinzip alle im Raum mit „Virenschutzprogrammen“ jeglicher Art vertraut seien. Neu sei jetzt nur, dass man nicht sich selbst, sondern andere schütze. „Mit der Maske übernehme ich Verantwortung für meine Mitmenschen“, so Heeger, und das gebe ein gutes Gefühl. Er hielt die Absolventen dazu an, Verantwortung in ihrem Alltag und in ihrer Umgebung zu übernehmen. Abteilungsleiter Jürgen Mertens hakte dort ein und stellte heraus, dass es in einer Zeit, in der „jedes Smartphone mehr Rechenleistung hat als Großrechner von früher“ und die sich mit hoher Geschwindigkeit verändert, gut ausgebildete junge Menschen braucht, die ihre Umgebung verantwortungsvoll mitgestalten.

Erstellt am 31.07.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


19 Schülerinnen und Schüler waren im letzten Jahr zur Zweijährigen Berufsfachschule Fachrichtung Elektrotechnik oder Metalltechnik angetreten, 17 von ihnen haben „sich durchgebissen“, die Prüfung bestanden und jetzt ihre Abschlusszeugnisse erhalten.

„Ein außergewöhnliches Schuljahr geht für euch zu Ende. Trotz der Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, habt ihr eine Menge gelernt. Ihr habt euch ein Grundwissen in Elektro- oder Metalltechnik angeeignet und die Herausforderungen der Online-Prüfungsvorbereitung gemeistert. Ihr habt euer Wissen in den Abschlussprüfungen unter Beweis gestellt. Jetzt habt ihr es endlich geschafft: Ihr habt euren mittleren Bildungsabschluss erreicht.“ stellte Klassenlehrer Rüdiger Schröder in seiner Rede bei der Verabschiedung der Absolventen der Zweijährigen Berufsfachschule fest.

„Die meisten von euch haben bereits einen Ausbildungsplatz gefunden und werden nach den Sommerferien dort ihre Kenntnisse vertiefen. Einige werden wieder zur Schule gehen und das TG oder das BKI besuchen.“ Schröder hob hervor, dass diese zwei Jahre Berufsfachschule mit einem hohen Anteil an Fachkunde und Werkstattunterricht sehr gute Voraussetzungen bieten würden, um eine Ausbildung zu beginnen, aber auch, um eine schulische Weiterbildung anzuschließen.

Mit Stolz nahmen die Schülerinnen und Schüler dann ihre Abschlusszeugnisse entgegen. In diesem Jahr gibt es, was ungewöhnlich ist für diese Schulart, gleich zwei Preisträger: Fabian Fröhlich (Metall, erste Reihe, 4 von links) und Jonas Göhringer (Elektro, zweite Reihe, dritter von links).

Erstellt am von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


Sieben Schüler des Einjährigen Berufskollegs Fachrichtung Technik, der Hubert-Sternberg-Schule und sieben Schülerinnen und Schüler der Louise-Otto-Peters-Schule aus dem Einjährigen Berufskolleg Biologie mit Gesundheitslehre haben vor kurzem mit dem Bestehen der Allgemeinen Fachhochschulreifeprüfung bewiesen, dass sie in nur neun Monaten Unterricht in den Kernfächern ein Wissen erworben haben, das den Inhalten der elften und zwölften Klasse eines Beruflichen Gymnasiums entspricht.

Die Leistung wird in diesem außergewöhnlichen Schuljahr noch vergrößert dadurch, dass Corona-bedingt ab Mitte März der Unterricht online stattfand – das entsprach in etwa einem Viertel der Unterrichtszeit. Angeleitet durch die engagierten Lehrkräfte übten und vertieften die Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte von zu Hause aus; in selbst organisierten Arbeitsgruppen oder auch mal allein. Chats und Videokonferenzen mit den Fachlehrkräften dienten der Vermittlung von neuen Inhalten und der Beantwortung von Fragen. Ein regelmäßiges und schnelles Feedback zu den eingereichten Lösungen sicherte die Ergebnisse und den Lernstand. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich die komplette Klasse dazu entschied, den ersten der möglichen Prüfungstermine zu wählen.

Den schriftlichen Prüfungen folgten einige Wochen des gespannten Wartens auf die Ergebnisse. Durch freiwillige mündliche Prüfungen wurden noch letzte Verbesserungen des Notendurchschnitts erzielt. Und Anfang Juli bekamen die Absolventen zum Abschied dann ihre Zeugnisse und eine Sonnenblume überreicht, begleitet von den Glückwünschen der Klassenlehrerinnen Birgit Heinzmann-Essert und Barbara Hilber sowie von Vertretern der Schulleitung der beiden Schulen.

Dass trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen Höchstleistungen möglich sind, war sehr erfreulich: Ein Schüler der Hubert-Sternberg-Schule sowie ein Schüler der LOP wurden im Anschluss an die Zeugnisvergabe zusätzlich mit einem Preis für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet (Jonas Gschwender, Schnitt 1,3; Pascal Lukas Kraft, Schnitt 1,4). Miriam Thome (Schnitt 1,8) erhielt für ihre Leistungen ein Lob.

Und danach? Die meisten Absolventinnen und Absolventen werden ihre Fachhochschulreife nutzen und im Herbst ein Studium aufnehmen. Ein paar werden in ihren alten Beruf zurückzukehren oder sich beruflich neu orientieren. Ihnen allen stehen mit dem frisch erworbenen zweithöchsten deutschen Schulabschluss viele neue und spannende Möglichkeiten offen.

Erstellt am von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


Wiesloch – hi – Siebzehn Schülerinnen und Schüler des 2BKI2 der Hubert-Sternberg-Schule durften in der letzten Woche ihr Zeugnis entgegennehmen und verlassen die Schule als staatlich geprüfte Assistenten für Informations- und Kommunikationstechnik. Zwölf von ihnen haben auch die Zusatzprüfung zur Fachhochschulreife erfolgreich abgelegt und erhalten damit die Berechtigung, ein Studium aufzunehmen.

Vor der Zeugnisübergabe lag – bedingt durch die wochenlange Schulschließungen – ein anstrengender Prüfungsmarathon für die Schülerinnen und Schüler. Der Prüfungszeitraum wurde verkürzt, aber nicht nach hinten verschoben. Und so standen im Mai unmittelbar hintereinander die theoretischen Abschlussprüfungen zum Technischen Assistenten und die Klausuren für die Fachhochschulreifeprüfung an. Kurz darauf folgten dann noch die praktischen Abschlussprüfungen.

Vorbereitet wurde die Klasse durch eine intensive Online-Betreuung und viel individuelle Förderung durch die Lehrkräfte. Denn auch die Projektarbeit – eine selbstentwickelte praktische Prüfungsarbeit mit einer Technischen Dokumentation – musste nach Wiedereröffnung der Schulwerkstätten fertig gestellt werden. Dabei gab es einige sehr kreative Projekte. Ein Mikrocontroller-gesteuerter Spieletisch, ein Smartphone-gesteuertes Luftkissenboot oder eine LED-Laufschrift für Fahrradfelgen sind nur drei Beispiele.

„Was euch jetzt noch gefehlt hat, ist eine Rede von einem alten Mann, der euch Ratschläge gibt.“ begann Klassenlehrer Martin Benz seine kurze Ansprache. Er rief noch einmal ein paar Stationen in den letzten Schuljahren ins Gedächtnis und „bemitleidete“ die Kollegen, die die Klasse mit „Unterricht, Spaß und manchmal auch Hausaufgaben“ immer wieder zu Höchstleistungen antrieb, um damit die Halbwertzeit des Wissens über die Schulzeit hinaus zu verlängern. Am Ende erinnerte er die Schülerinnen und Schüler an ihre – gewollte oder ungewollte – Bestimmung, die Zukunft zu gestalten. „Mit eurem technischen Beruf habt ihr euch eine Verpflichtung erworben. Der technische Fortschritt wird die Gesellschaft weiter und schneller verändern. Ihr seid die Zukunft – und wir Alten müssen in der Gesellschaft leben, die ihr prägen werdet.“

Das Überreichen der Zeugnisse im Außenklassenzimmer der HSS wurde traditionell als Ratespiel gestaltet: Anhand von kleinen Anekdoten aus den vergangenen zwei Schuljahren sollten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wer als nächstes sein Zeugnis bekommen würde. Unter viel Gelächter wurden die Zeugnisse dann übergeben.

Erik Sulzmann, Samet Kaya und Lukas Michalski erhielten für hervorragende Leistung einen Preis, Paul Rudolf erhielt für sein Zeugnis ein Lob.

Ein Großteil der Absolventen wird den technischen Berufen erhalten bleiben und im Herbst eine Ausbildung als Elektroniker oder Fachinformatiker beginnen oder ein Studium in dieser Richtung aufnehmen. Der eine oder die andere werden der Technik aber auch den Rücken kehren und sich in die kreative Richtung weiterentwickeln.

Erstellt am 20.07.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


Wiesloch (Gö) – An der Hubert-Sternberg-Schule absolvierten 34 Schüler erfolgreich das Berufsvorbereitungsjahr. Sie erhielten am 10. Juli ihre Zeugnisse.

Es war ein besonderes Jahr mit großen Herausforderungen. Das Corona-Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hinterließen ihre Spuren. Auch das VAB, Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf, war von den Schulschließungen direkt in der Phase der Prüfungsvorbereitung betroffen. Der für diese Schulart so wichtige Praxisunterricht konnte nicht stattfinden und auch in den wichtigen Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und Englisch gab es ungewohnten Online-Unterricht.

Wichtig war es den Klassenlehrern und Fachlehrern, den Kontakt zu den Schülern nicht zu verlieren. Sie griffen zum Telefon, schrieben Mails und Nachrichten, korrigierten abfotografierte Texte und unterstützten die Schüler auch von Ferne bei ihren Bewerbungen. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Jugendberufshilfe war hier entscheidend.

„In dieser Schulart ist ein gutes, engagiertes Team, das die Schüler betreut und berät noch wichtiger als in anderen Schularten“, sagte der Abteilungsleiter Jürgen Edinger. Die Schüler brauchen in allen Bereichen Unterstützung und sollen gleichzeitig als Persönlichkeiten akzeptiert werden.

Umso erfreulicher ist nun das gute Abschneiden der Absolventen. „Einige haben sehr von der engmaschigen Betreuung und individuellen Beschulung profitiert“, betonte die Klassenlehrerin Sabine Rolinklambers. Darum haben auch vorher eher schwächere Schüler am Ende den Abschluss, der dem Hauptschulabschluss gleichwertig ist, bestanden.

Die Schülerinnen und Schüler, die nun ihr Zeugnis abholen durften, strahlten – trotz Maske – über das ganze Gesicht. Denn neben ihrem Abschlusszeugnis haben die meisten schon einen Ausbildungsvertrag oder die Anmeldung zu einer weiterführenden Schule in der Tasche. Der Grundstein zu einem erfolgreichen Berufsleben ist gelegt.

Erstellt am 13.07.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


Frau Yvonne Elsässer hilft bei Fragen zu …

–  Studiengängen an Hochschulen
–  Ausbildungsstellen oder dualen Studienplätzen
–  Berufen und zum Arbeitsmarkt
–  Bewerbungen
–  Alternativen oder Überbrückungsmöglichkeiten nach der Schule
–  anderen Themenwünschen

Im Gespräch geht es vor allem um Deine Fragen. Ihr könnt einen Gesprächs-Termin in der Agentur für Arbeit vereinbaren oder Schulsprechstunden der Berufsberatung direkt an der Schule nutzen.

Anmeldung für Beratungsgespräche

nähere Informationen unter : Service / Berufsberatung

Erstellt am 06.06.2020 von Holger Ruhl, Kategorie(n): Uncategorized


Lernen mit Computer oder Tablet – an der HSS längst Normalität

Die Hubert-Sternberg-Schule bezieht Stellung zu der besonderen Herausforderung in der Corona-Pandemie

“Natürlich gehören wir zu den privilegierten Schulen in Deutschland“, sagt Herr StD Edinger, Fachleiter des technischen Gymnasiums und der zweijährigen Berufsfachschule. „Als Tablet-Klasse im Rahmen von tabletBS sind wir natürlich optimal ausgestattet und vorbereitet gewesen auf diese neue, ungewöhnliche Situation. Jeder Schüler unseres TG hat ein eigenes vom Schulträger finanziertes Tablet, das er zur freien Nutzung gestellt bekommt. Schon vor Corona war digitales Lernen, u. a. Kursnotizbücher und Unterrichts- bzw. Lernmaterial über Online-Plattformen, normaler Unterrichtsalltag. Natürlich ist der fehlende Präsenzunterricht auch für uns nicht optimal, aber als die Schulschließung beschlossen wurde, hatten wir schon ein Konzept und konnten sofort loslegen.“

Dass so eine Ausstattung nicht selbstverständlich ist, bemerkt Herr OStD Heeger, Schulleiter der Hubert-Sternberg-Schule: „Wir sind dem Schulträger, dem Rhein-Neckar-Kreis, sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung bei unseren Konzepten. Das beste Konzept kann nicht umgesetzt werden, wenn die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stehen. Eine Bestätigung dafür, dass die HSS das Geld gut eingesetzt hat, sind vielfältige Auszeichnungen der Schule rund um das Thema „Digitalisierung“, z.B. die Zertifizierungen „Digitale Schule“, „Leuchtturmprojekt agiles Lernen New Automation“ und „Lernfabrik Industrie 4.0“.

Der Beratungslehrer der HSS, Herr StR Haas, beurteilt die Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler in der HSS als sehr gut: „Wenn gerade aktuell die Lernumgebung für einen Schüler im allgemeinbildenden Gymnasium, an der Realschule oder der Gemeinschaftsschule aufgrund der Schulschließung nicht optimal war, kann er möglicherweise hier an der HSS mit unseren Möglichkeiten schnell wieder Fuß fassen.“ Herr Edinger ergänzt: „Wir wissen alle nicht, wie die Schulsituation ab September aussieht. Es ist aktuell noch unklar, ob es eine Mischung aus Präsenzunterricht und Online-Lernen sein wird. Auf jeden Fall sind unsere Schüler des TG und der 2BFS digital bestens ausgestattet, damit ein erfolgreiches Lernen möglich sein wird. Das Lehrerkollegium der HSS ist – auch durch viele Lehrerfortbildungen in den vergangenen Jahren – gut für den Bereich „Digitale Bildung“ vorbereitet und wir sehen bezüglich des Online-Unterrichts keine zu großen Herausforderungen. Wir als HSS werden bis an unsere Belastungsgrenzen gehen, um Schülern, die gerne zu uns an die Schule kommen möchten, einen geeigneten Schulplatz anzubieten.“

Erstellt am 11.05.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


WIESLOCH (hi) – Auch wenn es eine große Herausforderung ist: Die Hubert-Sternberg-Schule ist bereit für die Wiederaufnahme des Unterrichts nach den „Corona-Ferien“ am Montag, den 4. Mai.

“Die Vorgaben des Ministeriums zum Infektionsschutz, die für alle Schulen gelten, haben wir umgesetzt,“ berichtet Schulleiter Klaus Heeger. „Wir sind gut gerüstet.“

Zunächst kehren nur die Abschlussklassen zum Präsenzunterricht in die Schule zurück. Während dies an den allgemeinbildenden Schulen oft nur ein eher kleiner Teil der Gesamtschülerzahl ist, steht die Hubert-Sternberg-Schule als berufliche Schule vor der Herausforderung, teils mehrere Abschlussklassen aus vielen verschiedenen Schularten zu beschulen und ihnen den letzten Schiff für ihre Abschlussprüfungen mitzugeben. „Insgesamt sind das über 300 Schülerinnen und Schüler, etwa ein Drittel der Gesamtschülerzahl,“ so Heeger. „Es ist also unbedingt nötig, die Schülerinnen und Schüler so auf die verschiedenen Unterrichtsgebäude und Etagen zu verteilen, dass auch auf dem Weg zum Klassenraum und in den Pausen möglichst wenig Kontakt entsteht.“ Deshalb wurden Ein- und Ausgänge zu den Klassenräumen getrennt, die Wege im Schulhaus neu geregelt und die Klassen bekommen verschiedene Aufenthaltsbereiche für die Pausen zugeteilt. Zudem ist das ganze Schulzentrum ab dem 4. Mai rauchfrei. „Wir sind vorbereitet, die Schüler können kommen,“ fasst Schulleiter Klaus Heeger den aktuellen Stand der Dinge zusammen.”

Ganz wichtig ist für den ersten Schritt zurück zum „richtigen Schul-Unterricht“ das Einhalten der Hygienevorschriften. Diese hängen auch vor jedem Klassenzimmer aus. „In der Schule gilt zu jeder Zeit der Mindestabstand”, so Heeger. Deshalb wurde im Schulhaus überall gemessen, Tische und Stühle entsprechend verschoben oder entfernt, Sperrflächen markiert und Abstandsstreifen angebracht. Bereits vor den Eingangstüren stehen Spender mit Desinfektionsmittel. Das Sekretariat wurde mit einer „Spuckschutz“-Scheibe ausgestattet. Außerdem wurden die Seifenspender in den Klassenzimmern aufgefüllt, in den Toiletten wurde Desinfektionsmittel bereitgestellt. Zusätzlich zu den Handtuchrollen liegen Einweghandtücher aus Papier bereit. Die Tische in den Klassenzimmern werden selbstverständlich täglich gereinigt.

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist während des Unterrichts nicht verpflichtend, allerdings müssen diese Masken oder Behalfsmasken außerhalb des Klassenzimmers und in den Pausen getragen werden. Die schüler und Lehrkräfte müssen sie selbst mitbringen, denn der Rhein-Neckar-Kreis als Schulträger sieht sich aktuell nicht in der Lage, Masken in ausreichender Zahl bereit zu stellen.

 

Derzeit erstellt die Schulleitung einen neuen Stundenplan für die nächsten Wochen. Zunächst wird dabei vorwiegend auf die Fächer gesetzt, die prüfungsrelevant sind. Denn bereits ab Mitte Mai steht nicht nur das Abitur am Technischen Gymnasium an, sondern auch die Prüfungen zur Fachhochschulreife und zum Technischen Assistenten, die Prüfung zum Mittleren Bildungsabschluss und zum Hauptschulabschluss, die Berufsschulabschlussprüfungen, die Prüfungen in den Einjährigen Berufsfachschulen und in der Berufsvorbereitung, und noch einige andere.

Ob am 4. Mai allerdings tatsächlich alle Lehrkräfte und alle Schülerinnen und Schüler zurückkehren in den Präsenzunterricht, ist derzeit noch nicht ganz klar. Denn wer zur Risikogruppe gehört, aus Altersgründen etwa, oder weil jemand Vorerkrankungen hat oder mit Personen mit Vorerkrankungen in einem Haushalt lebt, ist von der Anwesenheit in der Schule befreit.

In allen anderen Klassen, die noch keine Abschlussprüfung machen, geht der Unterricht zunächst wie bisher in der digitalen Form weiter. Die meisten Schülerinnen und Schüler zeigen dabei große Disziplin, auch wenn sie oft zugeben, dass ihnen die „richtige Schule“ doch fehlt. Die Lehrkräfte sind enorm engagiert und beweisen im Umgang mit den bereitgestellten Programmen viel Kreativität bei der Unterrichtsgestaltung. „Eltern und Schüler erkennen das Engagement an,“ freut sich die Schulleitung. „Wir werden für die gute Betreuung in der Krise und die Kommunikation oft gelobt.“

 

Erstellt am 28.04.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


Gemeinsam lernen im Klassenraum: Lang ist’s her. Aber dank sehr guter technischer Ausstattung kann der Unterricht derzeit von zu Hause aus stattfinden.

 

Morgens um 07:35 Uhr irgendwo bei Wiesloch. Die Lehrkraft wirft einen letzten Kontrollblick in den Badezimmerspiegel. In einer Viertelstunde beginnt der Unterricht. Unterricht? In Zeiten von Corona? Eine Videokonferenz steht an. Mit einer Klasse des Technischen Gymnasiums. Und da gilt, was früher auch bei Tagesschausprechern galt: von der Hüfte aufwärts tadellos.

Wie ist das denn nun mit dem Unterricht daheim? Sammeln wir Eindrücke von der Hubert-Sternberg-Schule (HSS) in Wiesloch. Eine Schule mit derzeit über 1000 Standorten.

Eine Mutter schrieb: „Schön, dass mein Sohn weiter gut betreut wird. Und feste Zeiten helfen beim Aufstehen. Aber neuerdings schaut seine ganze Klasse in mein Esszimmer!“

Alle Schüler und Schülerinnen des Technischen Gymnasiums haben von der Schule Tablets. Das ist das ganze Jahr so. Seit 2017 ist die HSS beim landesweiten Schulversuch dabei: „tabletBS – Einsatz von Tablets im Unterricht an Beruflichen Schulen“. Dies eröffnet neue Chancen des erfolgreichen Unterrichtens; aktuell eröffnet es Chancen, dass Unterricht überhaupt stattfindet.

Die Schüler des zweijährigen Berufskollegs für Informations- und Kommunikationstechnik haben jetzt Inhalt und Form im täglichen Daten-Paket. Damit den Fachinformatikern der Heim-Unterricht auffällt, müssten sie allerdings, so wird gescherzt, den Blick auch mal kurz vom Bildschirm wenden. Ungewohnter ist es sicher für die Zweijährige Berufsfachschule für Elektrotechnik und für Metalltechnik oder die Friseur-Azubis. Sie arbeiten jetzt nicht nur in Gruppen, sondern auch in „Teams“. Das ist eine App aus dem Paket von Microsofts Office365 for education, über die Gespräche in Video- oder Audio-Konferenzen geführt oder in Chats getippt werden, Arbeitsblätter ausgegeben, eingesammelt und kommentiert werden. Was Unterricht so braucht. Manche Klassen entdecken gerade die digitale Lernwelt. Andere nutzen routiniert, was sie sich die letzten Monate angeeignet haben.

Wie Schulen in Baden-Württemberg diese Möglichkeiten nutzen dürfen, dazu war wenig Klares zu hören vom Kultusministerium in den letzten Jahren. In der Not verweist man auf die Chancen. Vielleicht bleibt hier ja etwas Gutes, wenn die Krise geht.

Was bleibt noch? Die Freude am echten Zusammensein in einem Raum? Wird das lebendige Miteinander mit allen Sinnen wieder geschätzt? Bewahren sich die Schüler die Erfahrung, dass Sie Lehrer für mehr brauchen als für Erklärungen, Aufgabenstellung und Bewertung? Wie nutzen Lehrer die Erkenntnis, dass Schüler manchmal überraschend eigenständig sind und ihr Lernen selbst gut steuern?

Keiner weiß, wann alle wieder im Schulhaus zusammenkommen. Erst dann wird man wohl ganz erfahren, was wie gut funktioniert hat. Bleiben die mit der geringeren Selbstdisziplin auf der Stecke? Diejenigen mit der geringeren Unterstützung in der Familie?

Noch reicht es, wenn die Frisur sitzt um 07:35 Uhr. Bald muss der Lernstoff sitzen.

Bis dahin werden, wie an anderen Schulen auch, die Lehrer*innen der Hubert-Sternberg-Schule ihre Fern-Unterrichtswege mit den Klassen und im Kollegium evaluieren, Verbesserungen vornehmen und das tun, was sie auch von den Schüler*innen erwarten: Ihr Bestes geben.

Haben Sie Zweifel? Vernehmen Sie die Zeichen! Der Knall in der Nachbarschaft: Eine Physik- oder Chemie-Lehrerin beim Tele-Unterricht. Oder testen Sie den Bildungsnachwuchs: Sie erkennen den Fleiß – gesundheitsbewusst aus zwei Metern Abstand – an den viereckigen Augen.

 

Erstellt am 09.04.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


WIESLOCH (hi) Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall hatte Ausbilder und Experten von verschiedenen dualen Ausbildungsfirmen Mitte März zu einem Workshop zum Thema „Digitaler Wandel“ in die Lernfabrik 4.0 der Hubert-Sternberg-Schule eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, die Lernortkooperationen zwischen der Schule und den Betrieben zu konkretisieren und die in der Ausbildung tätigen Personen im digitalen Wandel zu vernetzen und weiterqualifizieren.

In der Produktion ist das Internet von zentraler Bedeutung. Bei Bestellungen ist es heute notwendig die Stückzahl zwischen mehreren Tausend und Eins variieren zu können, individuelle und speziell für den Kunden konfigurierte Produkte werden heute gefordert. Dabei kommt der Kommunikation zwischen allen Beteiligten eine enorme Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund stellte Herr Michael Schmitt vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) das Konzept der verschiedenen Lernfabriken in Baden-Württemberg vor und führte aus, wie das Kultusministerium mit Lehrerfortbildungen darauf reagiert.

Umsetzung im Unterricht

Wie sich das konkret in den Unterricht umsetzen lässt, erfuhren die Teilnehmer beim Besuch in der sogenannten Cyber Physical Factory (CPF), wo verschiedene Projekte zur Lernortkooperation mit unterschiedlichen Firmen vorgestellt wurden. Frau Wellenreuther, Wirtschaftskunde-Lehrerin der HSS, demonstrierte mit einer Gruppe Auszubildender, wie in der Lernfabrik mittels einer ERP-Software von SAP Bestellungen angelegt werden und deren Produktionsprozess gestartet wird. Die Auszubildenden zeigten danach eindrucksvoll, wie es mit der SAP-Software möglich ist, die Produktionsdaten, die Fertigungszeiten, die Stücklisten, die Kosten usw. in Echtzeit zu überwachen. Die Schüler bestätigten, dass viele Geschäftsprozesse in ihrer Ausbildung nun in diesem praxisorientierten Unterricht leichter verständlich werden.

Auch problemanalysierendes Denken und Verständnis für komplexe Prozessabläufe in einer vollautomatisierten Fertigung lassen sich bereits ab den ersten Ausbildungstagen in der Lernfabrik 4.0 vermitteln. Die Lehrer Herr König und Herr Egolf stellten den Workshopteilnehmern vor, wie sie in einer Lernortkooperation zusammen mit Ausbildern der HDM und Pepperl+Fuchs mit den angehenden Elektronikern gleich zum Start ihrer Ausbildung komplexe Fertigungsabläufe analysieren und beschreiben. Diese Unterrichtsform wurde von der Hochschule in Mannheim wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Herr Roll stellte kurz seine sehr positiven Erkenntnisse vor.

In anderen Schülerprojekten lernten die Fachinformatikern Betriebsdaten zu erfassen, zu visualisieren und in Datenbanken weiter zu verarbeiten. Die Abrufbarkeit im Internet wurde als selbstverständlich dargestellt. Die anwesenden Firmenvertreter lobten hier den großen Bezug zur heutigen Realität in der Industrie.

Wenn große Teile der Betriebsprozesse über das Internet abgerufen werden können bzw. gesteuert werden, ist der Datenschutz und die Datensicherheit von zentraler Bedeutung. Fachleiter Jürgen Mertens stellte Möglichkeiten vor, wie man eine weltweit vernetzte Produktionsanlage gegen Cyberangriffe und Spionage schützen kann. Mit der Industrie 4.0-Anlage in der Lernfabrik sind IT-Auszubildende in der Lage, viele Szenarien realitätsnah zu testen und zu üben. In Zukunft möchte man auch den dualen Partnern die Möglichkeit geben, an dieser komplexen Anlage Auszubildende und Mitarbeiter zu trainieren.

“Leuchtturmfunktion”

Markus Singler vom Verband Südwestmetall stellte heraus, dass die HSS in ihrer Arbeitsweise und ihrer Lernortkooperation in Baden-Württemberg „eine Leuchtturmfunktion“ einnimmt: „Immer, wenn man in diese Schule kommt, bekommt man neue und interessante Projekte vorgestellt.“

Auch Dr. Alexander Brodde von der IHK Rhein-Neckar zeigte sich von den Projekten so beeindruckt, dass er eine gemeinsame Veranstaltung der Lernfabrik 4.0 des Rhein-Neckar-Kreises und der IHK Rhein-Neckar Ende Oktober ankündigte. Denn auch er möchte, dass möglichst viele IHK-Betriebe in diesem Bereich die Gelegenheit erhalten, vom Knowhow der Schule zu profitieren.

Die Betriebsvertreter, die Lehrer und Kammervertreter vereinbarten, solche Workshops zum Austausch von Lernkonzepten und technischen Knowhow regelmäßig in der Hubert-Sternberg-Schule zu veranstalten.

Erstellt am 27.03.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized