Politik im Klassenzimmer – Schülerinnen und Schüler diskutieren mit Bundestagsabgeordnetem
Wie soll die Rente in Zukunft finanziert werden? Braucht Deutschland eine Bildungsreform? Welche Strategien gibt es gegen die steigenden Lebenshaltungskosten? Und wie kann die Integration von Einwanderinnen und Einwanderern gelingen? Diese und viele weitere Fragen stellten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Technischen Gymnasiums (TG) im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Lars Castellucci. Die von der Gemeinschaftskundelehrerin Maike Maier organisierte Veranstaltung bot ihnen die Gelegenheit, 90 Minuten lang aktuelle politische und gesellschaftliche Themen direkt mit einem Mitglied des Deutschen Bundestages zu diskutieren.
Nach einer kurzen Vorstellung seiner parlamentarischen Arbeit übernahmen die Jugendlichen die Gestaltung des Gesprächs. Ihre Fragen reichten von der Nutzung der Analysesoftware Palantir in Baden-Württemberg über wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen bis hin zu langfristigen politischen Entwicklungen.
Dabei ging es nicht darum, auf komplexe Fragen einfache Antworten zu erhalten. Vielmehr nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, politische Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und eigene Standpunkte einzubringen.
Castellucci hob dabei immer wieder hervor, wie wichtig gesellschaftliches Interesse und die Beteiligung junger Menschen für eine lebendige Demokratie seien. Politik müsse Zukunftsperspektiven schaffen und Räume eröffnen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass sich viele Jugendliche intensiv mit den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft beschäftigen. Ihre Fragen zeigten ein großes Interesse an politischen Zusammenhängen und den Wunsch, aktuelle Entwicklungen besser zu verstehen. Gleichzeitig unterstrich das Gespräch, welchen Wert der direkte Austausch zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern haben kann: Er schafft Raum für kritische Nachfragen, unterschiedliche Perspektiven und ein besseres Verständnis demokratischer Prozesse.
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