Wiesloch – hi – Siebzehn Schülerinnen und Schüler des 2BKI2 der Hubert-Sternberg-Schule durften in der letzten Woche ihr Zeugnis entgegennehmen und verlassen die Schule als staatlich geprüfte Assistenten für Informations- und Kommunikationstechnik. Zwölf von ihnen haben auch die Zusatzprüfung zur Fachhochschulreife erfolgreich abgelegt und erhalten damit die Berechtigung, ein Studium aufzunehmen.

Vor der Zeugnisübergabe lag – bedingt durch die wochenlange Schulschließungen – ein anstrengender Prüfungsmarathon für die Schülerinnen und Schüler. Der Prüfungszeitraum wurde verkürzt, aber nicht nach hinten verschoben. Und so standen im Mai unmittelbar hintereinander die theoretischen Abschlussprüfungen zum Technischen Assistenten und die Klausuren für die Fachhochschulreifeprüfung an. Kurz darauf folgten dann noch die praktischen Abschlussprüfungen.

Vorbereitet wurde die Klasse durch eine intensive Online-Betreuung und viel individuelle Förderung durch die Lehrkräfte. Denn auch die Projektarbeit – eine selbstentwickelte praktische Prüfungsarbeit mit einer Technischen Dokumentation – musste nach Wiedereröffnung der Schulwerkstätten fertig gestellt werden. Dabei gab es einige sehr kreative Projekte. Ein Mikrocontroller-gesteuerter Spieletisch, ein Smartphone-gesteuertes Luftkissenboot oder eine LED-Laufschrift für Fahrradfelgen sind nur drei Beispiele.

„Was euch jetzt noch gefehlt hat, ist eine Rede von einem alten Mann, der euch Ratschläge gibt.“ begann Klassenlehrer Martin Benz seine kurze Ansprache. Er rief noch einmal ein paar Stationen in den letzten Schuljahren ins Gedächtnis und „bemitleidete“ die Kollegen, die die Klasse mit „Unterricht, Spaß und manchmal auch Hausaufgaben“ immer wieder zu Höchstleistungen antrieb, um damit die Halbwertzeit des Wissens über die Schulzeit hinaus zu verlängern. Am Ende erinnerte er die Schülerinnen und Schüler an ihre – gewollte oder ungewollte – Bestimmung, die Zukunft zu gestalten. „Mit eurem technischen Beruf habt ihr euch eine Verpflichtung erworben. Der technische Fortschritt wird die Gesellschaft weiter und schneller verändern. Ihr seid die Zukunft – und wir Alten müssen in der Gesellschaft leben, die ihr prägen werdet.“

Das Überreichen der Zeugnisse im Außenklassenzimmer der HSS wurde traditionell als Ratespiel gestaltet: Anhand von kleinen Anekdoten aus den vergangenen zwei Schuljahren sollten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wer als nächstes sein Zeugnis bekommen würde. Unter viel Gelächter wurden die Zeugnisse dann übergeben.

Erik Sulzmann, Samet Kaya und Lukas Michalski erhielten für hervorragende Leistung einen Preis, Paul Rudolf erhielt für sein Zeugnis ein Lob.

Ein Großteil der Absolventen wird den technischen Berufen erhalten bleiben und im Herbst eine Ausbildung als Elektroniker oder Fachinformatiker beginnen oder ein Studium in dieser Richtung aufnehmen. Der eine oder die andere werden der Technik aber auch den Rücken kehren und sich in die kreative Richtung weiterentwickeln.

Erstellt am 20.07.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized