Sieben Schüler des Einjährigen Berufskollegs Fachrichtung Technik, der Hubert-Sternberg-Schule und sieben Schülerinnen und Schüler der Louise-Otto-Peters-Schule aus dem Einjährigen Berufskolleg Biologie mit Gesundheitslehre haben vor kurzem mit dem Bestehen der Allgemeinen Fachhochschulreifeprüfung bewiesen, dass sie in nur neun Monaten Unterricht in den Kernfächern ein Wissen erworben haben, das den Inhalten der elften und zwölften Klasse eines Beruflichen Gymnasiums entspricht.

Die Leistung wird in diesem außergewöhnlichen Schuljahr noch vergrößert dadurch, dass Corona-bedingt ab Mitte März der Unterricht online stattfand – das entsprach in etwa einem Viertel der Unterrichtszeit. Angeleitet durch die engagierten Lehrkräfte übten und vertieften die Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte von zu Hause aus; in selbst organisierten Arbeitsgruppen oder auch mal allein. Chats und Videokonferenzen mit den Fachlehrkräften dienten der Vermittlung von neuen Inhalten und der Beantwortung von Fragen. Ein regelmäßiges und schnelles Feedback zu den eingereichten Lösungen sicherte die Ergebnisse und den Lernstand. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich die komplette Klasse dazu entschied, den ersten der möglichen Prüfungstermine zu wählen.

Den schriftlichen Prüfungen folgten einige Wochen des gespannten Wartens auf die Ergebnisse. Durch freiwillige mündliche Prüfungen wurden noch letzte Verbesserungen des Notendurchschnitts erzielt. Und Anfang Juli bekamen die Absolventen zum Abschied dann ihre Zeugnisse und eine Sonnenblume überreicht, begleitet von den Glückwünschen der Klassenlehrerinnen Birgit Heinzmann-Essert und Barbara Hilber sowie von Vertretern der Schulleitung der beiden Schulen.

Dass trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen Höchstleistungen möglich sind, war sehr erfreulich: Ein Schüler der Hubert-Sternberg-Schule sowie ein Schüler der LOP wurden im Anschluss an die Zeugnisvergabe zusätzlich mit einem Preis für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet (Jonas Gschwender, Schnitt 1,3; Pascal Lukas Kraft, Schnitt 1,4). Miriam Thome (Schnitt 1,8) erhielt für ihre Leistungen ein Lob.

Und danach? Die meisten Absolventinnen und Absolventen werden ihre Fachhochschulreife nutzen und im Herbst ein Studium aufnehmen. Ein paar werden in ihren alten Beruf zurückzukehren oder sich beruflich neu orientieren. Ihnen allen stehen mit dem frisch erworbenen zweithöchsten deutschen Schulabschluss viele neue und spannende Möglichkeiten offen.

Erstellt am 31.07.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized