WIESLOCH (hi) – Auch wenn es eine große Herausforderung ist: Die Hubert-Sternberg-Schule ist bereit für die Wiederaufnahme des Unterrichts nach den „Corona-Ferien“ am Montag, den 4. Mai.

“Die Vorgaben des Ministeriums zum Infektionsschutz, die für alle Schulen gelten, haben wir umgesetzt,“ berichtet Schulleiter Klaus Heeger. „Wir sind gut gerüstet.“

Zunächst kehren nur die Abschlussklassen zum Präsenzunterricht in die Schule zurück. Während dies an den allgemeinbildenden Schulen oft nur ein eher kleiner Teil der Gesamtschülerzahl ist, steht die Hubert-Sternberg-Schule als berufliche Schule vor der Herausforderung, teils mehrere Abschlussklassen aus vielen verschiedenen Schularten zu beschulen und ihnen den letzten Schiff für ihre Abschlussprüfungen mitzugeben. „Insgesamt sind das über 300 Schülerinnen und Schüler, etwa ein Drittel der Gesamtschülerzahl,“ so Heeger. „Es ist also unbedingt nötig, die Schülerinnen und Schüler so auf die verschiedenen Unterrichtsgebäude und Etagen zu verteilen, dass auch auf dem Weg zum Klassenraum und in den Pausen möglichst wenig Kontakt entsteht.“ Deshalb wurden Ein- und Ausgänge zu den Klassenräumen getrennt, die Wege im Schulhaus neu geregelt und die Klassen bekommen verschiedene Aufenthaltsbereiche für die Pausen zugeteilt. Zudem ist das ganze Schulzentrum ab dem 4. Mai rauchfrei. „Wir sind vorbereitet, die Schüler können kommen,“ fasst Schulleiter Klaus Heeger den aktuellen Stand der Dinge zusammen.”

Ganz wichtig ist für den ersten Schritt zurück zum „richtigen Schul-Unterricht“ das Einhalten der Hygienevorschriften. Diese hängen auch vor jedem Klassenzimmer aus. „In der Schule gilt zu jeder Zeit der Mindestabstand”, so Heeger. Deshalb wurde im Schulhaus überall gemessen, Tische und Stühle entsprechend verschoben oder entfernt, Sperrflächen markiert und Abstandsstreifen angebracht. Bereits vor den Eingangstüren stehen Spender mit Desinfektionsmittel. Das Sekretariat wurde mit einer „Spuckschutz“-Scheibe ausgestattet. Außerdem wurden die Seifenspender in den Klassenzimmern aufgefüllt, in den Toiletten wurde Desinfektionsmittel bereitgestellt. Zusätzlich zu den Handtuchrollen liegen Einweghandtücher aus Papier bereit. Die Tische in den Klassenzimmern werden selbstverständlich täglich gereinigt.

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist während des Unterrichts nicht verpflichtend, allerdings müssen diese Masken oder Behalfsmasken außerhalb des Klassenzimmers und in den Pausen getragen werden. Die schüler und Lehrkräfte müssen sie selbst mitbringen, denn der Rhein-Neckar-Kreis als Schulträger sieht sich aktuell nicht in der Lage, Masken in ausreichender Zahl bereit zu stellen.

 

Derzeit erstellt die Schulleitung einen neuen Stundenplan für die nächsten Wochen. Zunächst wird dabei vorwiegend auf die Fächer gesetzt, die prüfungsrelevant sind. Denn bereits ab Mitte Mai steht nicht nur das Abitur am Technischen Gymnasium an, sondern auch die Prüfungen zur Fachhochschulreife und zum Technischen Assistenten, die Prüfung zum Mittleren Bildungsabschluss und zum Hauptschulabschluss, die Berufsschulabschlussprüfungen, die Prüfungen in den Einjährigen Berufsfachschulen und in der Berufsvorbereitung, und noch einige andere.

Ob am 4. Mai allerdings tatsächlich alle Lehrkräfte und alle Schülerinnen und Schüler zurückkehren in den Präsenzunterricht, ist derzeit noch nicht ganz klar. Denn wer zur Risikogruppe gehört, aus Altersgründen etwa, oder weil jemand Vorerkrankungen hat oder mit Personen mit Vorerkrankungen in einem Haushalt lebt, ist von der Anwesenheit in der Schule befreit.

In allen anderen Klassen, die noch keine Abschlussprüfung machen, geht der Unterricht zunächst wie bisher in der digitalen Form weiter. Die meisten Schülerinnen und Schüler zeigen dabei große Disziplin, auch wenn sie oft zugeben, dass ihnen die „richtige Schule“ doch fehlt. Die Lehrkräfte sind enorm engagiert und beweisen im Umgang mit den bereitgestellten Programmen viel Kreativität bei der Unterrichtsgestaltung. „Eltern und Schüler erkennen das Engagement an,“ freut sich die Schulleitung. „Wir werden für die gute Betreuung in der Krise und die Kommunikation oft gelobt.“

 

Erstellt am 28.04.2020 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized