US-Amerikanische Gäste wollen duales Ausbildungssystem näher kennenlernen

Im Rahmen des Transatlantic Outreach Program des Goethe-Instituts besuchten 14 Bildungsexperten aus verschiedenen Bundesstaaten der USA Bildungseinrichtungen und Firmen in Süddeutschland, um das berufliche Schulwesen und vor allem das duale Ausbildungssystem näher kennen zu lernen.

Dass diese Art der Berufsausbildung große Vorteile hat, weil sie eine breite Basis mit viel Fachwissen bietet, darüber herrschte Einigkeit. Besonders interessiert waren die Gäste nun daran, wie die Kooperation von Schulen und Industrie funktioniert, und wie die Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung abläuft. In der Gesprächsrunde ging es entsprechend um die notwendige Ausstattung von Unterrichtsräumen und die Einbeziehung von Firmen in die Finanzierung (in den USA üblich, da den Schulbezirken oft das Geld fehlt), ebenso wie um die Frage nach der zentralen Festlegung von Lerninhalten und dem Mitspracherecht von größeren und kleineren Firmen bei diesen Inhalten.

Am Beispiel der Lernfabrik 4.0 lernten die Besucher das Konzept kennen, dass man mit unterschiedlichen Klassenstufen und Ausbildungsgängen niveau-differenziert an einer komplexen Anlage arbeiten kann. Zudem bietet die Lernfabrik den Vorteil, dass sie die Schülerinnen und Schüler fit macht für die Arbeitswelt der Zukunft, die in den Firmen langsam Einzug hält. Bei einem Rundgang durch die Werkstätten konnten sich die Besucher sowohl davon überzeugen, dass das berufsspezifische Theorie-Wissen sehr breit gefächert ist, als auch davon, dass zu Beginn jeder Ausbildung grundlegende handwerkliche Fertigkeiten wie das Feilen, das Löten oder das Anwenden einfacher Programmiersprachen vermittelt werden.

Erstellt am 18.11.2019 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized