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Die digitale Vernetzung in der Wirtschaft wird immer bedeutender, und das Thema „Industrie 4.0“ ruft großes Interesse und viel Informationsbedarf hervor.

Rund 40 interessiert Personen von kleinen und mittelständischen Firmen, waren Anfang November der Einladung der IHK zu einem Vortragsabend und zum Kennenlernen der Lernfabrik 4.0 in der Hubert-Sternberg-Schule Wiesloch gefolgt.

Das Konzept dieser vom Land Baden Württemberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und regionalen Unternehmen geförderten Modellanlage für Industrie 4.0 ist es, sowohl durch die Einbindung der Anlage in den Unterricht als auch durch Fortbildung und Weiterbildungsangebote für Firmen für die Digitalisierung vorzubereiten.

Welche Möglichkeiten die Digitalisierung in der Wirtschaft eröffnet, stellte zunächst Stephan Deuser von der IHK Rhein-Neckar dar. Er wies darauf hin, dass diese Weiterentwicklung einschneidende Veränderungen in jeder Branche bringen werde, im Arbeitsalltag ebenso wie in der Neugestaltung von Berufsfeldern. Daher sei es auch für kleinere Unternehmen nötig, sich damit zu beschäftigen und sich darauf einzulassen.

Olaf Birlem (Firma Birlem Consulting) betonte ebenfalls die Unausweichlichkeit dieser Entwicklung. Industrie 4.0 definierte er als „Wandel der Unternehmenskultur durch die Digitalisierung von Prozessen“. Dabei gehe es nicht darum, ein fertiges Konzept einzukaufen und über die Firma zu stülpen, um dann anhand einer Checkliste die darin vorgegebenen Punkte abzuarbeiten. Vielmehr müsse jedes Unternehmen für sich definieren, welchen Gestaltungsspielraum diese Entwicklung für die Firma biete, und wie durch die digitale Vernetzung ein Nutzen für die Arbeitsabläufe und eine erhöhte Wertschöpfung zu erreichen sei. Man dürfe auch nicht vergessen, dass sich diese Ideen nur erfolgreich umsetzen ließen, wenn die Mitarbeiter in den Veränderungen einen Vorteil bei ihrer täglichen Arbeit erkennen würden.

Ein praktisches Beispiel stellte Mario Hofmann von der Firma Vesatec aus Mannheim vor. Mit einem Raum-Scanner kann man ein 3D-Bild von Räumen erstellen, die danach virtuell begehbar sind und mit Zusatzinformationen (point of interest) ergänzt werden können. Ein Monteur könne so mit der dazugehörigen App zum Beispiel vom Parkplatz bis direkt zu dem zu ersetzenden Bauteil in einem Gebäude geführt werden, in Kliniken könnten Wegweiser erstellt werden, Bauabnahmen in Neubauten seien so denkbar, und Versicherungen könnten auf diese Weise Risikobewertungen durchführen. Auch die „Lernfabrik 4.0“ wurde auf diese Weise virtuell reproduziert.

Bei einer anschließenden Führung durch die Räume der Lernfabrik 4.0 konnten die Teilnehmer lernen, wie eine Auftragseingabe in einen Produktionsprozess umgesetzt wird, wie in diesem Prozess automatisch Fehler erkannt werden und wie Fehlervermeidung betrieben wird. Das pädagogische Konzept für die Lernfabrik und Unterrichtsmodelle wurden ebenso erklärt wie ein innovatives Montage- Assistenzsystem. Dass dieses Thema großes Interesse und Erklärungsbedarf mit sich bringt, zeigten die anschließenden Gesprächsrunden, in denen viele gezielte Fragen mit dem Lehrer Herrn König und dem Schuleiter Herrn Heeger von Hubert-Sternberg-Schule diskutiert wurden.

Erstellt am 06.12.2018 von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized


WIESLOCH (hi) – In einer Feierstunde im Mannheimer Rosengarten ehrte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar Anfang November die 134 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahres 2018 an Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Unter den Geehrten waren auch drei Schüler der Hubert-Sternberg-Schule.

Alexander Kosnac, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung beim Deutschen Krebsforschungszentrum, sowie Jonas Holik, Fachinformatiker für Systenintegration beim SAS Institute, gehörten ebenso zu den Besten ihres Ausbildungsberufs wie Tibor Vogt (Elektroniker für Geräte und Systeme, Pepperl+Fuchs).

Für hervorragende Leistungen im Bereich Informationstechnik erhielten Alexander Kosnac und Jonas Holik außderdem jeweils einen mit 1500€ dotierten Sonderpreis der Firma CEMA.

Die ausgezeichneten Fachinformatiker: Jonas Holik (Mitte) sowie Alexander Kosnac (3. v.r.) Foto: ReichertHSS

IHK-Vizepräsident Karl Breer gratulierte den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen zu ihren herausragenden Prüfungsergebnissen und dankte den Prüfern, den Betrieben, den Ausbildern und den beteiligten Berufsschulen für ihr großes Engagement. Solche Spitzenergebnisse seien ohne diesen persönlichen Einsatz nicht möglich.

Insgesamt haben 2018 im Bezirk der IHK Rhein-Neckar rund 4.200 Auszubildende in 134 Ausbildungsberufen vom Automobilkaufmann bis zum Zweiradmechaniker eine Abschlussprüfung abgelegt.

Die Feier wurde in bester Mundart von Christian „Chako“ Habekost moderiert. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte die beliebte Funk&Soul Band „Amokoma“.

Erstellt am von Barbara Hilber, Kategorie(n): Uncategorized