KI-Fortbildung in Barcelona – Bericht unseres Elektro-Lehrers Philipp Heeger

Vom 7. bis 12. April 2025 habe ich an einer Erasmus+-Fortbildung in Barcelona teilgenommen, die den Titel „AI and Critical Thinking“ trug. Das Ziel des Kurses war es, Lehrkräften praxisorientierte Methoden zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht zu vermitteln. Begonnen hat der Kurs mit einer Einführung in Prompting, kritisches Denken, KI-Ethik, Umgang mit Fake News und allgemeinen Fake Ki-Content. Dabei arbeiteten wir mit verschiedenen KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Google Bard, Google Gemini, DeepSeek und weiteren. Besonders praktisch fand ich Brisk, eine Chrome-Erweiterung für Lehrkräfte, die aus Blogs, Videos oder Beiträgen im Internet interaktive quizze, Podcasts, Präsentationen und andere Lernaktivitäten erstellt. Auch Claude erwies sich als wertvoll. Dieses Modell wandelte Dokumente in Arbeitsblätter oder PDF-Vorlagen. Beim Musik-Experiment mit Suno (einem KI-Musikgenerator) wurden unsere eigenen Texte in Lieder verwandelt. Ein Beispiel dafür, wie man spielerisches mit Musik lernen kann. Während der praktischen Übungen wurde immer wieder die Bedeutung von kritischem Denken betont. KI-generierte Inhalte müssen hinterfragt und überprüft werden, um Fehlinformationen zu erkennen.

An der Fortbildung nahmen insgesamt zwölf Lehrkräfte aus verschiedenen Ländern teil (Polen, Estland, Bulgarien, Italien und Deutschland). Der Unterricht fand auf Englisch statt, was dem internationalen Austausch sehr entgegenkam. Der Kontakt mit Teilnehmer aus ganz Europa war für mich äußerst bereichernd und inspirierend. Besonders beeindruckt hat mich eine italienische Teilnehmerin namens Sara, die früher Architektin war. Sie erzählte lebhaft von Antoni Gaudí und von Mies van der Rohes Deutschem Pavillon in Barcelona. Gaudís Bauten, zum Beispiel der Park Güell, die Casa Milà oder die Sagrada Família, gehören zum UNESCO-Welterbe und belegen seinen außergewöhnlichen Einfluss auf die Architektur. Das Deutsche Pavillon aus dem Jahre 1929 imponiert durch seine moderne Bauweise die heute noch Architektur beeinflusst, welches ich nur dank dem Austausch mit Sara kennen lernen konnte.

Ein kultureller Höhepunkt war der Spaziergang durch das Barri Gòtic, das gotische Viertel Barcelonas. Dieses historische Zentrum der Stadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen, malerischen Plätzen und mittelalterlichen Bauwerken. Besonders die imposanten Kathedralen und Plätze, zum Beispiel die Kathedrale Santa Eulalia oder die Plaça Sant Jaume, haben mich nachhaltig beeindruckt. Die besondere Atmosphäre des Viertels mit seinen verwinkelten Straßen und engen Gassen haben mich sehr beeindruckt.

Die Fortbildung selbst war sehr praxisorientiert gestaltet. Unsere Kursleiterin führte uns durch abwechslungsreiche Workshops und zeigten konkrete Unterrichtsszenarien. Wir entwarfen Unterrichtseinheiten, in denen Schülerinnen und Schüler KI-Tools nutzen, um Fragestellungen kreativ zu lösen. Zugleich wurden ethische Fragen diskutiert – zum Beispiel, wie man SuS fair beurteilt, wenn sie KI-Hilfen einsetzen, und wie man Datenschutz sicherstellt. Dabei wurde immer wieder betont, dass KI für uns ein Werkzeug zur Förderung von Kreativität und kritischem Denken ist und nicht nur als einfache „Suchmaschine“ verstanden werden sollte.

Abschließend blicke ich sehr positiv auf diese Fortbildung zurück. Ich fühle mich bestärkt, weitere Weiterbildungen zu besuchen und den Austausch mit internationalen Kollegen und Kolleginnen fortzuführen. Die Fortbildung hat mir gezeigt, wie wertvoll der kulturelle Austausch für meine persönliche und pädagogische Weiterentwicklung ist. Insgesamt hat mich die Reise motiviert, meine Unterrichtspraxis weiterzuentwickeln und gleichzeitig die kulturellen Erfahrungen in Barcelona zu teilen.

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