„Das Beste steht noch vor euch!“
40 Abiturientinnen und Abiturienten des Technischen Gymnasiums der Hubert-Sternberg-Schule erhielten jetzt ihre Zeugnisse. Zwei davon schlossen mit der Note 1,0 ab. „Geschenkt“, wie ihr Abimotto es nahelege, sei das Abitur aber auf keinen Fall gewesen, betonte Schulleiter Andreas Herrmannspahn in seiner Ansprache. Ganz im Gegenteil war für die meisten ein nicht geringer Aufwand damit verbunden: nicht nur für das Lernen für die vielen Klausuren in den drei Jahren, sondern auch bei außerunterrichtlichen Projekten und der sehr erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder selbst bei der Vorbereitung der Abifeier.
Ein Geschenk sei es allerdings durchaus. Die Schülerinnen und Schüler hätten als Abschiedsgeschenk sozusagen einen „gut gefüllten Werkzeugkoffer“ bekommen, der ihnen dabei helfe, neue Situationen einzuschätzen und mit ihnen umzugehen. Sie hätten die Fähigkeit bekommen, genau hinzuschauen und Bezüge herzustellen: „Man kann euch kein X mehr für ein U vormachen!“. Ein Geschenk sei zudem die Gemeinschaft gewesen; die Schule hätte ihnen Wegbegleiter beschert, Freunde – und auch Kritiker. Dieses Geschenk „Abitur“ sollten sie mit Wertschätzung betrachten, und sich der Tatsache bewusst sein, dass das Privileg des Abiturs es verlange, ihre Fähigkeiten für die Gesellschaft einzusetzen. Dass auch Glück und Unterstützung eine wichtige Rolle spielten, vergaß Herrmannspahn nicht. Er bedankte sich bei den Eltern und Lehrkräften für die Beharrlichkeit, die liebevolle Unterstützung, das Lob und den Trost.
Er ermunterte die Schülerinnen und Schüler, etwas Großartiges aus ihrem Geschenk zu machen, neugierig zu bleiben und „noch weitere Geschenke zu entdecken, denn das Beste steht noch vor euch!“
Im Anschluss ließen die Klassenlehrer Rita Blümle und Friedemann Grötzinger die vergangenen drei Jahre Revue passieren, erinnerten an gemeinsame Erlebnisse und lustige und auch anstrengende Momente. „Lebt wohl!“, war ihr Abschiedswunsch. Was das bedeute, müssten die jungen Erwachsenen jetzt selbst herausfinden. Sie könnten sich einer Sache allerdings gewiss sein: Ihre Klassenlehrer werden „die Ideen, die Energien, auch den Schwachsinn“ und die Schülerinnen und Schüler vermissen.
Am Ende gab es noch einen „Schüler-Lehrer-Battle“, in dem Wissen jenseits des Abistoffs abgefragt wurde – die Schüler und Schülerinnen gewannen hier knapp und stifteten der Schule einen Pokal, verbunden mit der Aufforderung an den Nachfolgejahrgang, diesen Wettkampf auch 2025 durchzuführen. Wer ihn wohl dann gewinnt?
(ahs)
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